Donnerstag, 28. April 2011

Berlin, ein Praktikum und Ich

Angekommen.
Nach dem ich es letzte Nacht gegen eins dann endlich geschafft habe fertig zu sein mit packen, konnte ich mich heute erst einmal von Marburg verabschieden. Ich bin jetzt die nächsten sechs Wochen in Berlin. Ich mache ein Praktikum in einem Café für sich prostituierende Frauen.

(http://www.neustart-ev.de/)

Als ich im Zug von Marburg nach Berlin saß habe ich aus dem Fenster geschaut und über die vor mir liegenden Wochen nachgedacht. Was erwartet mich? Was sind meine Vorstellung? Was möchte ich bewegen, weitergeben? Und was möchte ich mitnehmen?

Es ist immer eine Herausforderung etwas zu tun, was anderen Menschen helfen soll. Die Motivation will auch hinterfragt sein.
Handle ich wirklich mit dem Ziel, Menschen mit Liebe zu beschenken? Oder versuche ich mir ein gutes Gefühl zu verschaffen, weil ich mich ja so unglaublich sozial verhalte. Bei Zweiterem schwindet die Kraft wohl zu schnell und man läuft Gefahr vor den Menschen denen man ja eigentlich dienen möchte zu fliehen... Also doch immer wieder auf die Motivation der Nächstenliebe zurück besinnen. Ein Übungsfeld...

Ich denke ich werde viele Frauen treffen, die sich ihres Frauseins nicht mehr würdig fühlen, die verletzt sind, von der Welt, vom Leben, von sich selber.
Ich möchte sie sehen. Ihnen mit Liebe begegnen und Wertschätzung ausdrücken.
Natürlich, ich habe auch Angst vor den erdrückenden Schicksalen der einzelnen. Angst vor dem Gefühl nichts tun zu können, hilflos zu sein, Leben nicht verändern zu können.
Kann ich auch nicht. Aber Gott kann!

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