Dienstag, 31. Mai 2011

Helden unserer Zeit

Märchenbücher ausgepackt und los! Ich will ein Held sein!
Gegen Drachen kämpfen, die Böse Königin besiegen, das Land von der Unterdrückung befreien, Brot an die Armen verteilen und und und.
So, oder so ähnlich kann es aussehen.

Jetzt aber mal ehrlich, was ist eigentlich ein "Held"?

Wikipedia sagt Folgendes:

Ein Held ist eine Person mit besonders herausragenden Fähigkeiten oder Eigenschaften, die sie zu besonders hervorragenden Leistungen, sog. Heldentaten, treibt. Dabei kann es sich um reale oder fiktive Personen handeln, also um Gestalten der Geschichte, aber auch der Legende oder einer Sage. Die Taten des Helden können ihm entsprechenden Heldenruhm bescheren. Seine heldenhaften Fähigkeiten können von körperlicher Art (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer etc.) oder auch geistiger Natur sein (Mut, Aufopferungsbereitschaft, Einsatzbereitschaft für Ideale oder Mitmenschen). Helden stehen meist in einem Gegensatz zum Schurken oder Feigling (Neiding) - http://de.wikipedia.org/wiki/Held.


In der Tat, wir kennen Sie alle, die Helden aus Büchern, Filmen und Geschichten. Was wäre Sherwood Forest ohne Robin Hood, oder Dornröschen ohne ihren wachküssenden Prinzen?
Aber gibt es sie auch jetzt? Hier und Heute? Wahre Helden?



Ich habe Sie heute gesehen!
Helden!

- Die Mitarbeiterinen im Café Neustart haben mit viel Ausdauer, Geduld und Liebe, Brote geschmiert, Kaffee & Tee gekocht und den Mädels von der Straße ihre Aufmerksamkeit geschenkt. Sie sind die Helden der Mädels, weil sie ihnen Wertschätzung, Achtung und Würde entgegenbringen.

- Eine Mutter hat den Kinderwagen mit ihrem kleinem Sohn geschoben und ihm liebevoll erklärt, wie ein Gewitter entsteht. Sie ist die Heldin des Kleinen, weil sie ihm die Angst vor dem lauten Donner genommen hat.

- Meine nette Berliner Gastgeberin hat heute Kartoffeln und Spargel gekocht. (Mein erster Spargel dieses Jahr!) Auch wenn es für sie eine Nebensächlichkeit war, die zum Alltag und Haushalt dazugehört, so ist sie doch die Heldin ihrer Familie (und ihres Gastes), weil niemand hungrig ins Bett muss.

- Eine Dame mittleren Alters hat mich freundlich in einer kleinen bunten Boutique empfangen, ohne mir nur etwas aufschwätzen zu wollen. Sie war meine Heldin, die mir das Gefühl gegeben hat eine schöne und wichtige Frau zu sein.

Es gibt viele Helden. Immer und überall.
Wir denken immer wir müssten stark sein, Steine schleppen und riesengroße Bären bezwingen! Ich sage euch aber, dem ist defenitiv nicht so! Es ist legitim schwach zu sein. Das spricht uns unser "Heldsein" nicht ab.
Im Gegenteil: Wir sind echt und nah an unserem Nächsten.
Wir sind alle dazu in der Lage Helden zu sein.

Öffenen wir unsere Augen, Ohren und Herzen, bekommen wir schon mit, wo unsere Heldentat gefragt ist.
Nur Mut, keine Tat ist zu klein, als das man sie deshalb gleich bleiben lassen sollte.

Ich grüße Robbin Hood und alle anderen Helden dieser Welt!

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